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K17 - PARTIES
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| Korpiklaani, Kivimetsän Druidi, Nation's Cry, Carnage Done |
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16.10.2007
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Review und Fotos von: claudia@metalsupporter.de auf www.metalsupporter.de
KORPIKLAANI, KIVIMETSÄN DRUIDI, NATION'S CRY, CARNAGE DONE
Am 16.10.2007 sollte der bis November einzige Deutschland-Stop der finnischen Folk-Metal-Band auf ihrer "Tourvaskanto“-Tour im K17 in Berlin sein. Also: für uns Berliner Metalsupporter mehr als Pflicht, sich dieses Ereignis nicht entgehen zu lassen, zumal im K17 auch immer wieder den ortsansässigen und noch recht unbekannten Bands die Gelegenheit eingeräumt wird, sich dem geneigten Publikum zu präsentieren. Wer hat da nicht schon das ein oder andere Mal eine positive Überraschung erlebt? So sollte es auch heute Abend sein, bei 3 Supportacts auch relativ wahrscheinlich!
CARNAGE DONE Für die wohl größte Überraschung dürfte da gleich der erste Act mit CARNAGE DONE aus Berlin gesorgt haben. Recht hektisch wegen ihres Zeitplans von 30 Minuten haben die Berliner Jungs aber umso motivierter um Punkt 19:30 Uhr losgelegt. Das noch mäßig gefüllte K17 hat sich recht schnell mit den Deathmetalklängen angefreundet und es wurde gebangt von Minute 1 bis 25. Als die Jungs dann auch noch festgestellt haben, dass sie noch Zeit zum Ausfüllen der halben Stunden haben, wurde nicht lange gefackelt und noch zwei weitere ihrer Stücke dem inzwischen überzeugten Publikum mit vollem Körpereinsatz dargeboten. Ja, der Sänger Phil konnte sich mit vollem Vertrauen zur Gemeinde vor der Bühne zum Stagediving hinreißen lassen. Respekt, soviel Freude und Selbstvertrauen hat man bei solch jungen Bands selten gesehen, das half aber auch ungemein über den leider nicht besonders gut ausgesteuerten Sound, den man von Vorbands gewöhnt ist, ungemein hinweg!
NATIONS CRY Eine Stimmungssteigerung war nach der ersten halben Stunde des Abends nun kaum zu erwarten. Leider haben NATIONS CRY mit ihrer im Gegensatz zum ersten Act ruhigeren Musik das leider auch nicht geschafft. Die Mischung aus Progressiv- und Deathmetal ist dann auch nicht mit dem zusätzlichen Keyboard auf der Bühne verbessert worden. Keiner der Hörerschaft wusste wohl so ganz genau, was bei den Jungs noch fehlte, aber eine kaum zu hörende Stimme, ein ewig präsentes Keyboard und emsig mit sich selbst beschäftigte Gitarristen konnten das Publikum dann nicht sehr mitreißen!
KIVIMETSÄN DRUIDI Nach kurzer Umbaupause betraten nun die ersten Finnen die Metalbretter vom Friedrichshain. Eine ebenfalls sehr junge Band des Rock´n Troll aus den finnischen Gefilden, welche bei viel Eifer und einigen Verbesserungen der Performance gut und gerne bei einigen der kommenden Sommerfestivals in Deutschland nochmal ihr Konterfei darbieten dürften! Leider konnte man nur bei vereinzelten Mitgliedern der Band den notwendigen Enthusiasmus zur Musik spüren. Das Publikum genoß seinerseits allerdings den Mix aus Fantasy und Folk, sollte doch auch finnischer Folk das begehrte Ziel des Abends werden! Leider hat sich der männliche Growl von Joni Koskinen nicht mit dem weiblichen Alt von Jenni Onishko ergänzt, sondern wurde oft von Jenni „weggesungen“, wenn man – sofern dicht genug am Bühnenrand – dem Gesichtsausdruck der Sängerin Glauben schenken darf! Wenn man allerdings den kurzen Blickkontakt zu verschiedenen anderen Mitgliedern beobachten durfte, war der schüchterne oder drohende Gesichtsausdruck wohl eher die nordische Zurückhaltung als der fehlende Spaß an der Darbietung des Abends! Bitte liebe Sänger der Metalwelt: wir wollen, wie jeder andere Fan auch, den Spaß an der Musik spüren und nicht nur erahnen!
KORPIKLAANI Ab jetzt hieß es nur noch Spaß und astreinen Klang aus allen Lautsprechern des K17! Das KORPIKLAANI übersetzt „dem Clan des Waldes“ entspricht, bekommt man schon vor den ersten Klängen auf Grund des Bühnenbildes präsentiert! Nach schon sehr erfolgreichen Auftritten in Wacken 2006 und beim Earthshaker und Metalcamp 2007 (um nur Einige zu nennen) durfte viel erwartet und jetzt nach Erleben des Gigs auch erfüllt werden! Sie selbst sehen sich durch Humppa (ist – musikalisch gesehen – eine finnische Variante des Foxtrotts) beeinflusst und lebten und liebten diese traditionelle Komponente ihres Schaffens, durch Unterstützung von Akkordeon, Violine, Dudelsack und Jouhikko (ein Jouhikko ist ein traditionelles Instrument der finnischen Volksmusik) vom ersten bis zum irgendwann auch leider letzten Song des Abends in vollen Zügen aus. Die Bedeutung einer finnischen Sauna bekam an diesem Abend im K17 eine ganz andere, neue Bedeutung, wenn man davon ausgeht, dass von Reihe 2 bis zur Bar eigentlich alles was zwei und mehr Beine hat, hüpfte, pogte und einfach alles genoß, was aus Richtung Bühne ins Publikum gesungen, gespielt und an ewig gut gelaunten Musikern in die Masse gesendet wurde. Die einzige Frage, die wohl für dieses Erlebnis nicht mit einem Satz zu beantworten war, wo eigentlich die 1 ½ Stunden des Gigs von KORPIKLAANI geblieben sind! Die blauen Flecken eines Berichterstatters und Fotografen verblassen gegen die überglücklichen und ausgepowerten Gesichter der Fangemeinde an diesem Abend! Bis zum nächsten Mal liebe Freunde von KORPIKLAANI … und bevor ich es vergesse: ein Prost mit Bier auf euch Jungs!
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